Planung und Bemessung von Regenwasser-Kaskaden

Nach DIN 1986-100, Pkt. 6.3.3 bedeutet Kaskadenentwässerung, dass Regenwasser wird von höheren Dachflächen offen oder geschlossen über tiefer liegende Dachflächen weitergeleitet. Die Kaskadenentwässerung beschränkt sich aber nicht nur auf Dachflächen sondern auf verschiedene Kombinationen von dezentralen Regenwasserbewirtschaftungselementen. Regenwasser Kaskaden sind eine Verknüpfung von Speichersysteme die in einander übergehen. So ist z.B. ein Retentionsdach mit Drosselung welches in eine Rigole abgeleitet wird ebenfalls eine Regenwasser Kaskade.

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Was Sie bei Regenwasser-Kaskaden beachten sollten

Bei Regenwasser-Kaskaden in Verbindung mit Dächern – zusammenhängend beispielsweise in Form einer Verbindung von einem Gründach mit einem Retentionsdach sowie einer Rigole – sollten Sie auf richtige Bemessung, Abdichtung, korrekte Anschluss-Legung und die notwendigen statischen Betrachungen achten. Letzteres insbesondere, da Wasseransammlungen eine statische Belastung darstellen können.

Im Falle eines Defekts oder Versagens des offenen Systems kann sich der Planer oder Ausführende u.U. nämlich strafbar machen.

Die Kaskade sorgt für eine kontrollierte Weiterleitung des Regenwassers bis zum Versickerungs- bzw. Speicherort, zur Überleitung in die Kanalisation oder auf schadlos einstaubare Flächen. Regenwasser-Kaskaden tragen auch zur Vermeidung von Überflutungen bei, da das Wasser langsamer abfließt, wie bei einem Zwischenspeicher oder Schwamm (Sponge-City-Konzept).

Bemessung, Planung und Nachweise für Regenwasserkaskaden erfolgen mithilfe einer Modellregen- bzw. Langzeitsimulation. Hierfür empfehlen wir den Einsatz der Softwarelösung STORM und stellen Ihnen weitere Hilfestellung in Form einer maßgeschneiderten Schulung an.

Passende Softwarelösungen

Zur Planung und Bemessung von Regenwasserkaskaden

Wabe Bg

STORM

Bemessung einzelner Regenwasserbewirtschaftungsanlagen bis hin zu komplexen Entwässerungssystemen.

STORM ist eine Software für die Planung und Bemessung von Regenwasserbewirtschaftungs-Anlagen (RWB). Durch die Einbindung von Bemessungsregen (z.B. aus KOSTRA) lassen sich die die jeweiligen RWB-Anlagen einzeln vordimensionieren und dann als Gesamtsystem per Langzeitsimulation optimieren. Die Auswertung z.B. von Überlaufhäufigkeiten oder Wasserbilanzen erfolgt automatisch. Aus den Simulationsergebnissen können automatisch Berichte erstellt werden.

Seit 2021 bieten wir die neue STORM-Software-Generation an. Diese löst die langjährig erprobten STORM-Versionen STORM.RWB und STORM.XXL ab. Wesentliche Vorteile der neuen Software-Generation:

  • Komplett überarbeitete Benutzeroberfläche
  • Raumbezogenes Arbeiten durch QGIS-Integration
  • Datenbankbasierte Projektdatei (SQLite)
  • Konformität entsprechend dem neuen Arbeitsblatt DWA-A 102-2/-M 102-4
    (neue Entwicklungen werden nach Veröffentlichung eingearbeitet)

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Grundstücks­entwässerung für öffentlich & privat

Die Entsorgung von Abwasser erfolgt traditionell über ein System, das sich aus privaten Leitungen (Grundstücksentwässerung) und öffentlichen Kanälen (Kanalisation) zusammensetzt. Die Grundstücksentwässerung leitet Abwasser aus der Gebäudeentwässerung zur Kanalisation oder einer alternativen Entsorgungseinrichtung wie z.B. einer Kleinkläranlage ab. Sie besteht im Normalfall aus Grundleitungen und einem Anschlusskanal, der die Verbindung zwischen Grundstücksentwässerung und öffentlicher Kanalisation herstellt. Regenwasser wird zunehmend vor Ort auf dem Grundstück bewirtschaftet, d.h. versickert oder z.B. für die Bewässerung genutzt. Die Einleitung von Niederschlagswasser in die Kanalisation ist bei Neubauvorhaben – wenn überhaupt – meist nur noch gedrosselt zulässig. Die Planung von dezentralen Regenwasserbewirtschaftungsanlagen ist wie der Überflutungsnachweis eine Teilaufgabe der Grundstücksentwässerung.

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