Umgang mit Einleit­beschränkungen

Aus historischen Gründen besitzen viele Städte in ihrem Zentrum eine Mischwasserkanalisation. Dort wird das von öffentlichen und privaten Dächern, Straßen oder Plätzen anfallende Regenwasser zusammen mit häuslichen und gewerblichen Abwässern in einem Kanalsystem gefasst und abgeführt. Dieses System, einschließlich der nachgeschalteten Kläranlagen, stößt aufgrund der zunehmenden Urbanisierung mittlerweile an seine Grenzen. Bei starken Regenfällen versagt die Mischwasserkanalisation und es kommt zu Mischwasser­überläufen. Das Wasser aus den Überläufen wird dann ohne Behandlung in die Gewässer eingeleitet.

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Einleit­beschränkungen gerecht werden

Vielerorts ist der Druck auf die bestehende Entwässerungsinfrastruktur hoch da die bestehenden Systeme an ihrer Kapazitätsgrenze sind. Eine Vielzahl von Kommunen fordert daher neue Siedlungsflächen nicht an das Regenwasserkanalnetz anzuschließen (Versickerungsgebot) oder definieren Einleitbegrenzungen/-beschränkungen für die Einleitung.

Mithilfe der Software STORM von der Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker mbH bspw. können Sie entsprechende Anlagen so auslegen, dass Sie den Einleitbeschränkungen gerecht werden.

Dezentrale Anlagen der Regenwasser­­bewirtschaftung als Lösungsansatz

Anlagen der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung lassen sich einsetzen um Abflussspitzen zu reduzieren, Regenwasser auf dem Grundstück oder im Quartier zurückzuhalten und eine gedrosselte Ableitung entsprechend kommunaler Zielvorhaben einzuhalten. Dadurch wird die bestehende Entwässerung nicht noch zusätzlich belastet.

Passende Softwarelösungen

Für die Unabhängigkeit von der Kanalisation

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STORM

Bemessung einzelner Regenwasserbewirtschaftungsanlagen bis hin zu komplexen Entwässerungssystemen.

STORM ist eine Software für die Planung und Bemessung von Regenwasserbewirtschaftungs-Anlagen (RWB). Durch die Einbindung von Bemessungsregen (z.B. aus KOSTRA) lassen sich die die jeweiligen RWB-Anlagen einzeln vordimensionieren und dann als Gesamtsystem per Langzeitsimulation optimieren. Die Auswertung z.B. von Überlaufhäufigkeiten oder Wasserbilanzen erfolgt automatisch. Aus den Simulationsergebnissen können automatisch Berichte erstellt werden.

Seit 2021 bieten wir die neue STORM-Software-Generation an. Diese löst die langjährig erprobten STORM-Versionen STORM.RWB und STORM.XXL ab. Wesentliche Vorteile der neuen Software-Generation:

  • Komplett überarbeitete Benutzeroberfläche
  • Raumbezogenes Arbeiten durch QGIS-Integration
  • Datenbankbasierte Projektdatei (SQLite)
  • Konformität entsprechend dem neuen Arbeitsblatt DWA-A 102-2/-M 102-4
    (neue Entwicklungen werden nach Veröffentlichung eingearbeitet)

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Referenzen / Projekte

So helfen wir Ihnen, die Natur zurück in die Stadt zu bringen.

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Grundstücks­entwässerung für öffentlich & privat

Die Entsorgung von Abwasser erfolgt traditionell über ein System, das sich aus privaten Leitungen (Grundstücksentwässerung) und öffentlichen Kanälen (Kanalisation) zusammensetzt. Die Grundstücksentwässerung leitet Abwasser aus der Gebäudeentwässerung zur Kanalisation oder einer alternativen Entsorgungseinrichtung wie z.B. einer Kleinkläranlage ab. Sie besteht im Normalfall aus Grundleitungen und einem Anschlusskanal, der die Verbindung zwischen Grundstücksentwässerung und öffentlicher Kanalisation herstellt. Regenwasser wird zunehmend vor Ort auf dem Grundstück bewirtschaftet, d.h. versickert oder z.B. für die Bewässerung genutzt. Die Einleitung von Niederschlagswasser in die Kanalisation ist bei Neubauvorhaben – wenn überhaupt – meist nur noch gedrosselt zulässig. Die Planung von dezentralen Regenwasserbewirtschaftungsanlagen ist wie der Überflutungsnachweis eine Teilaufgabe der Grundstücksentwässerung.

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