Bemessung von Mulden- und Rigolensystemen

Mulden sind Vertiefungen im Boden eines Geländes, sodass bei Niederschlag Wasser aufnehmen, speichern und versickern kann. Bei Rigolen handelt es sich um unterirdische Rückhalteräume, z.B. auch unter Bäumen, die auch der naturgetreuen Aufnahme, Speicherung, Versickerung und Ableitung von Wasser dienen.

Durch die Verknüpfung mehrerer Mulden und Rigolen kann ein Großteil des Niederschlagabflusses zwischengespeichert werden. Der nicht versickerungsfähige Anteil wird gedrosselt abgeleitet.

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Warum Mulden- und Rigolensysteme?

Auf natürlichen Flächen führt eine geringere Versickerungsfähigkeit des vorhandenen Bodens zu einer Erhöhung des Oberflächenabflussanteils im Wasserhaushalt. Während ein sandiger Boden eine nahezu vollständige Versickerung des Jahresniederschlags ermöglicht, läuft bei lehmigen oder tonigen Böden ein nicht unerheblicher Anteil oberirdisch oder unterhalb der Oberbodenschicht ab. Das Mulden-Rigolen-System (MRS) bildet diese Prozesse in einem technischen System nach. Es bietet sowohl in der oberirdischen Mulde als auch in der unterirdischen Versickerungsmulde Speicherraum. Diese werden über einen Überlauf direkt miteinander verbunden.

Passende Softwarelösungen

Folgende Software-Lösungen eignen sich zur Berechnung von Mulden und Rigolen:

Wabe Bg

STORM

Bemessung einzelner Regenwasserbewirtschaftungsanlagen bis hin zu komplexen Entwässerungssystemen.

STORM ist eine Software für die Planung und Bemessung von Regenwasserbewirtschaftungs-Anlagen (RWB). Durch die Einbindung von Bemessungsregen (z.B. aus KOSTRA) lassen sich die die jeweiligen RWB-Anlagen einzeln vordimensionieren und dann als Gesamtsystem per Langzeitsimulation optimieren. Die Auswertung z.B. von Überlaufhäufigkeiten oder Wasserbilanzen erfolgt automatisch. Aus den Simulationsergebnissen können automatisch Berichte erstellt werden.

Seit 2021 bieten wir die neue STORM-Software-Generation an. Diese löst die langjährig erprobten STORM-Versionen STORM.RWB und STORM.XXL ab. Wesentliche Vorteile der neuen Software-Generation:

  • Komplett überarbeitete Benutzeroberfläche
  • Raumbezogenes Arbeiten durch QGIS-Integration
  • Datenbankbasierte Projektdatei (SQLite)
  • Konformität entsprechend dem neuen Arbeitsblatt DWA-A 102-2/-M 102-4
    (neue Entwicklungen werden nach Veröffentlichung eingearbeitet)

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Wabe

Grundstücks­entwässerung für öffentlich & privat

Die Entsorgung von Abwasser erfolgt traditionell über ein System, das sich aus privaten Leitungen (Grundstücksentwässerung) und öffentlichen Kanälen (Kanalisation) zusammensetzt. Die Grundstücksentwässerung leitet Abwasser aus der Gebäudeentwässerung zur Kanalisation oder einer alternativen Entsorgungseinrichtung wie z.B. einer Kleinkläranlage ab. Sie besteht im Normalfall aus Grundleitungen und einem Anschlusskanal, der die Verbindung zwischen Grundstücksentwässerung und öffentlicher Kanalisation herstellt. Regenwasser wird zunehmend vor Ort auf dem Grundstück bewirtschaftet, d.h. versickert oder z.B. für die Bewässerung genutzt. Die Einleitung von Niederschlagswasser in die Kanalisation ist bei Neubauvorhaben – wenn überhaupt – meist nur noch gedrosselt zulässig. Die Planung von dezentralen Regenwasserbewirtschaftungsanlagen ist wie der Überflutungsnachweis eine Teilaufgabe der Grundstücksentwässerung.

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