Überflutungs­­­­vorsorge

Die Überflutungen innerhalb der letzten Jahrzehnten haben nicht nur das allgemeine Bewusstsein für die Thematik geschärft, sondern auch die Politik wachgerüttelt: Die Bund-Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) entwickelt im Auftrag der Umweltministerkonferenz eine „Strategie für ein effektives Starkregenrisikomanagement“; zudem nehmen sich viele Verbände verstärkt dem Thema an.

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Überflutungsvorsorge an der Quelle

Um Überflutungen durch Starkregen zu reduzieren sollten Sie Regenwassermengen möglichst direkt am Ort des Niederschlags bzw. Starkregen bewirtschaften:

In der Stadt lassen sich Abflussspitzen und Schutz vor starkregenbedingter Überflutungen durch Bausteine Wassersensibler Stadtentwicklung reduzieren. Dies gelingt besonders gut Entwicklung eines dezentralen Regenwasserwirtschaftssystems, welches auf Extremereignisse ausgelegt ist (Multifunktionale Flächennutzung, Regenwasser-Kaskaden, etc.). Auch die Berücksichtigung des örtlichen Geländegefälles ist ein wichtiger Bestandteil.

In Außengebieten und auf dem Land können Sie durch Anpassungen der Landnutzung und Reduktion der Oberflächenversiegelung einen naturnahen Wasserhaushalt bewirken- wenn es regnet / im Starkregenfall – kann mehr Regenwasser versickern, weniger Oberflächenabfluss ist die Folge; Abflussspitzen werden reduziert und der Verdunstungsanteil wird erhöht. In Summe wird so der Überflutung noch am Ort des Geschehen entgegengewirkt.

Risikobewertung durch Starkregen- und Hochwassergefahrenkarten

Gefahrenkarten und Gefährdungsanalysen sind unverzichtbare Hilfsmittel im kommunalen Starkregenrisikomanagement und Hochwasserrisikomanagement. erhöhen das Verständnis über die zeitlich und räumliche Abfolge von Überflutungen durch Starkregen und Dauerregen. Damit bieten sie wichtige Grundlagen für die weitere Überflutungsvorsorge, Risikokommunikation und Maßnahmen-Entwicklung.

Verschiedene Ansätze existieren, um Starkregengefahrenkarten und Hochwassergefahrenkarte und die hiermit verbundenen Risiken zu bewerten.

  • Integrierte Einzugsgebietsmodellierung
  • Fließweg- und Senken-Analyse
  • 2D-Oberflächenabflusssimulation
  • Gekoppelte 1D/2D-Simulation (Interaktion Oberflächenabfluss/Kanalnetz/Gewässer)

Passende Softwarelösungen

Softwarelösungen zur Erstellung von Überflutungsschutz-Konzepten, von Starkregen- sowie Hochwassergefahrenkarten und zur Risikobewertung

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InfoWorks ICM

InfoWorks ICM ist eine Lösung für die Modellierung von Abwasserkanälen, Regenwasser, Flüssen oder einer Kombination davon.

InfoWorks ist ein international weit verbreitetes Programm der Fa. Innovyze, das auch in Deutschland immer größere Resonanz findet. InfoWorks ICM ist eine Lösung für die Modellierung von Abwasserkanälen, Regenwasser, Flüssen oder einer Kombination davon.

InfoWorks ICM (Integrated Catchment Modelling) von Innovyze ist ein ganzheitliches und leistungsstarkes hydraulisches Modellierungsprogramm. Die Software vereint in einem Modell sowohl den eindimensionalen Kanalnetz- als auch den Oberflächenabflussansatz (2D-HN Modell). Bei Bedarf lassen sich dazu stehende Gewässer sowie Fließgewässer einbinden. Die hydraulische Berechnung des Kanalnetzes berücksichtigt dabei die bidirektionale Kopplung mit dem Oberflächenabfluss. Durch das Hinzufügen von Schächten, Kanälen, Einläufen, Schleusen, Wehren, Pumpen und Brücken können Sie präzise Modelle für hydrodynamische 1D-Simulationen und 2D-Simulationen in städtischen Umgebungen und Flusseinzugsgebieten erstellen – alles in einer leistungsstarken Software mit vielen Möglichkeiten und Erweiterungsoptionen vereint.

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STORM

Bemessung einzelner Regenwasserbewirtschaftungsanlagen bis hin zu komplexen Entwässerungssystemen.

STORM ist eine Software für die Planung und Bemessung von Regenwasserbewirtschaftungs-Anlagen (RWB). Durch die Einbindung von Bemessungsregen (z.B. aus KOSTRA) lassen sich die die jeweiligen RWB-Anlagen einzeln vordimensionieren und dann als Gesamtsystem per Langzeitsimulation optimieren. Die Auswertung z.B. von Überlaufhäufigkeiten oder Wasserbilanzen erfolgt automatisch. Aus den Simulationsergebnissen können automatisch Berichte erstellt werden.

Seit 2021 bieten wir die neue STORM-Software-Generation an. Diese löst die langjährig erprobten STORM-Versionen STORM.RWB und STORM.XXL ab. Wesentliche Vorteile der neuen Software-Generation:

  • Komplett überarbeitete Benutzeroberfläche
  • Raumbezogenes Arbeiten durch QGIS-Integration
  • Datenbankbasierte Projektdatei (SQLite)
  • Konformität entsprechend dem neuen Arbeitsblatt DWA-A 102-2/-M 102-4
    (neue Entwicklungen werden nach Veröffentlichung eingearbeitet)

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Flood4Cast®

Software und Gesamtlösung zur Vorhersage bevorstehender Überflutungen für den urbanen und ländlichen Raum. Mit Flood4Cast® von HydroScan erhalten Sie Starkregen- und Überflutungswarnungen bis zu 3 Stunden im Voraus und mit der notwendigen Präzision bis hin zur Straßenebene.

Eine robuste und präzise Vorhersage liefert die Grundlage für ein operationell effizientes und erfolgreiches Starkregen- und Hochwasserrisikomanagement. Alle 5 Minuten wird die Vorhersage automatisch aktualisiert. Ihre Genauigkeit nimmt jedes Mal zu. Bei Überschreitung definierter Sicherheitsschwellen benachrichtigt die Software sofort Einsatzkräfte und Behörden (Notrufzentralen und Leitstellen, kommunale Entwässerung-Betriebe und Behörden, Kreis- bzw. Gemeindeverwaltungen und Landesämter) per E-Mail oder SMS.

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Referenzen / Projekte

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Flussgebiete

Mit der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2000 schufen die EU-Länder eine Basis für eine einheitliche Wasserpolitik, mit dem Ziel Fließgewässer, Seen, Grundwasser und Meere zu schützen und sinnvoll zu bewirtschaften. Alle Mitgliedsstaaten bewirtschaften die Gewässer flussgebietsbezogen und einheitlich mit Hilfe von formal vorgegebenen und klar strukturierten Planungs- und Umsetzungsprozessen. Ziel ist die Erreichung eines guten Zustands aller Gewässer und Grundwasservorkommen.

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