Was legt die Wasser­haushalts­betrachtung gemäß DWA-M 102-4/BWK-M 3-4 fest?

Momentan stehen wir vor der Herausforderung, die negativen Folgen der starken Flächenversiegelung zu reduzieren und Abwassersysteme zu entlasten. Deshalb sieht die neue Arbeits- und Merkblattreihe DWA 102 mit dem Merkblatt DWA-M 102-4/BWK-M 3-4 vor, dass sich der Wasserhaushalt neu erschlossener Wohngebiete wie bei unbebauten Flächen verhalten soll.

Es richtet sich an alle Ingenieurbüros, Kommunen, Entwässerungsbetriebe und Aufsichtsbehörden, die sich mit der Bewirtschaftung und Behandlung von Niederschlagswasser aus Siedlungsgebieten zur Einleitung in Oberflächengewässer beschäftigen.

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Wasserhaushalt in einem Flussgebiet

Wie lassen sich die Anforderungen des Merkblatts zum Wasserhaushalt am besten umsetzen?

Das Merkblatt empfiehlt eine maximale Abweichung von nur 10 Prozent vom unbebauten Zustand. In die Berechnung fließen langjährige Jahresmittelwerte für Direktabfluss, Grundwasserneubildung und Verdunstung ein. Sie beruhen auf Flächenmerkmalen wie Hangneigung, Bodenart und Vegetation. Ein weiterer Einflussfaktor ist die geografische Lage. Die Einhaltung der neuen DWA-Vorschriften ist nur durch die Einbeziehung von Grünflächen möglich, die eine höhere Wasseraufnahmekapazität aufweisen. Grünflächen können somit Abflussspitzen und Wärmeinseleffekte ausgleichen. Das kommt wiederum dem Überflutungs- und Hochwasserschutz zugute.

Für welche Anwendungen ist das DWA-Merkblatt zum Wasserhaushalt ausgelegt?

Die Regelungen des Merkblattes DWA-M 102-4/BWK-M 3-4 sind in erster Linie für folgende Anwendungsbereiche vorgesehen:

  • städtebauliche und/oder entwässerungstechnische Erschließung von Siedlungsgebieten
  • städtebauliche und/oder entwässerungstechnische Planung von Siedlungsgebieten (z.B. Nachverdichtung, Umnutzung und Stadtumbau)
  • Entwicklung geeigneter Maßnahmen im Rahmen gemäß der EG-Wasserrahmenrichtlinie, um festgestellte Defizite im Gewässer-Zustand zu beheben. Diese entstanden durch siedlungsbedingte Eingriffe in lokale Wasserhaushaltsgrößen und das Abflussregime.

Die Regelungen und Empfehlungen zum Niederschlagswasser-Abfluss in Oberflächengewässer sollen in der Praxis helfen, die geltenden gesetzlichen Anforderungen zielgerichtet, nachhaltig und kosteneffizient umzusetzen. Darüber hinaus sollen sie zur Entwicklung wirksamer, standortspezifischer und wirtschaftlich tragfähiger Lösungen anregen.

Mit den Softwarelösungen von InnoAqua sind Sie in der Lage, diese neuen Anforderungen zu erfüllen.

Passende Softwarelösungen

Mit STORM berücksichtigen Sie den Wasserhaushalt schon in den ersten Planungsphasen

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STORM

Bemessung einzelner Regenwasserbewirtschaftungsanlagen bis hin zu komplexen Entwässerungssystemen.

STORM ist eine Software für die Planung und Bemessung von Regenwasserbewirtschaftungs-Anlagen (RWB). Durch die Einbindung von Bemessungsregen (z.B. aus KOSTRA) lassen sich die die jeweiligen RWB-Anlagen einzeln vordimensionieren und dann als Gesamtsystem per Langzeitsimulation optimieren. Die Auswertung z.B. von Überlaufhäufigkeiten oder Wasserbilanzen erfolgt automatisch. Aus den Simulationsergebnissen können automatisch Berichte erstellt werden.

Seit 2021 bieten wir die neue STORM-Software-Generation an. Diese löst die langjährig erprobten STORM-Versionen STORM.RWB und STORM.XXL ab. Wesentliche Vorteile der neuen Software-Generation:

  • Komplett überarbeitete Benutzeroberfläche
  • Raumbezogenes Arbeiten durch QGIS-Integration
  • Datenbankbasierte Projektdatei (SQLite)
  • Konformität entsprechend dem neuen Arbeitsblatt DWA-A 102-2/-M 102-4
    (neue Entwicklungen werden nach Veröffentlichung eingearbeitet)

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Referenzen / Projekte

So helfen wir Ihnen, die Natur zurück in die Stadt zu bringen.

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Wassersensible Quartiere

Klimawandel und zunehmende Flächenversiegelung beeinflussen den Wasserhaushalt einer Stadt. Die Gefahr für Überflutungen steigt und gleichzeitig werden Dürren und Hitzeperioden begünstigt, das Kleinklima wird verändert. Eine blaue-grüne Infrastruktur kann hier Abhilfe verschaffen: wasserabsorbierende (grüne) Versickerungsflächen machen dem bei Starkregen anfallendem Wasser Platz und dämpfen den Ablauf in die Kanalisation ab, wodurch sich Hochwasser abmildern und Wasser für Dürrezeiten und vor allem für die Begrünung speichern lässt. Mehr grüne Flächen und naturnahe Wasserläufe fördern die Kühlung an heißen Tagen und dabei, dass sich die Artenvielfalt und Biodiversität erholt. Um dies zu ermöglichen, muss dieser Gedanke bereits bei der Planung neuer Siedlungen verankert sein. Nur so lässt sich der Aufwand dafür begrenzen.

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