Wassersensible Stadtentwicklung

Eine wassersensible Stadtentwicklung zielt auf einen naturnahen Umgang mit der Ressource Niederschlagswasser. Stadtplaner sind sich einig, dass die Versiegelung in Städten reduziert oder sogar rückgängig gemacht werden muss. Lesen Sie hier, wie dies geschehen kann.

Der Trend führt zu mehr Niederschlagsextremen im Allgemeinen aber zu einer geringeren Niederschlagsmenge in den Sommermonaten, was wiederrum zu mehr Trockenheit in dieser Saison führt.

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Versiegelung und Überlastung der Kanalisation entgegenwirken

Stadtplaner sind sich einig, dass die Versiegelung in den Städten verringert oder gar rückgängig gemacht werden muss. Dies kommt aufgrund der Tatsache, dass auf versiegelten Flächen das Wasser nicht bis zum Grundwasserspiegel gelangen kann, auch der Natur zugute. Die sogenannte „wassersensible Stadtentwicklung“ oder auch „Sponge City-Konzept“ gilt als die beste Lösung. Die Idee aus den USA soll Städten eine Schwammfunktion geben, damit das Wasser im Starkregenfall gespeichert werden und bei Bedarf wieder abgegeben werden kann. Dies bringt viele positive Effekte mit sich: Das Abwassernetz wird entlastet, die Grundwasserreserven wieder gefüllt, Überflutungen werden weitestgehend verhindert und das Mikroklima durch die Verdunstung des aufgesogenen Wassers im Hitzefall verbessert. Dies lässt sich mithilfe von Mulden, (Baum-)Rigolen und Gründächern umsetzen. Diese Maßnahmen bieten Versickerungsflächen und lassen sich fast überall kostengünstig umsetzen.

Beispiele und optimaler Überflutungsschutz

Ein gutes Beispiel aus Deutschland ist Berlin Adlershof. Hier sammeln Rasenmulden das Regenwasser von Grundstücken, Plätzen und Straßen. Im Rahmen des „1000 Grüne Dächer“-Programms in Berlin, das im Juni 2019 startete, wird ein Teil des Regenwassers oberirdisch bewirtschaftet. In Hamburg entstanden in den letzten Jahren 100 Hektar Gründächer. Das Projekt wurde mit 3 Mio. Euro gefördert.

Durch diese smarten Maßnahmen, die sich gut mit normalen Bauplänen kombinieren lassen, kann der Wasserabfluss um ca. 30 % reduziert werden. Dies beweist auch eine Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung aus dem Jahre 2018, die zum Ergebnis kam, dass die Verbindung von Regenrückhaltung und Objektschutz gegen Hochwasser am wirtschaftlichsten ist.

Worauf warten wir dann noch? Lassen Sie es uns gemeinsam, mithilfe unserer Softwarelösungen, anpacken!

Die von uns angebotenen Softwarelösungen sind in der Lage, diese Schritte umzusetzen.

Passende Softwarelösungen

Für die wassersensible Stadtentwicklung

Wabe Bg

STORM

Bemessung einzelner Regenwasserbewirtschaftungsanlagen bis hin zu komplexen Entwässerungssystemen.

STORM ist eine Software für die Planung und Bemessung von Regenwasserbewirtschaftungs-Anlagen (RWB). Durch die Einbindung von Bemessungsregen (z.B. aus KOSTRA) lassen sich die die jeweiligen RWB-Anlagen einzeln vordimensionieren und dann als Gesamtsystem per Langzeitsimulation optimieren. Die Auswertung z.B. von Überlaufhäufigkeiten oder Wasserbilanzen erfolgt automatisch. Aus den Simulationsergebnissen können automatisch Berichte erstellt werden.

Seit 2021 bieten wir die neue STORM-Software-Generation an. Diese löst die langjährig erprobten STORM-Versionen STORM.RWB und STORM.XXL ab. Wesentliche Vorteile der neuen Software-Generation:

  • Komplett überarbeitete Benutzeroberfläche
  • Raumbezogenes Arbeiten durch QGIS-Integration
  • Datenbankbasierte Projektdatei (SQLite)
  • Konformität entsprechend dem neuen Arbeitsblatt DWA-A 102-2/-M 102-4
    (neue Entwicklungen werden nach Veröffentlichung eingearbeitet)

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Stadtgebiete

Weltweit leben mittlerweile mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten und Ballungsräumen. In Europa sind es sogar mehr als 75%. Bevölkerungswachstum, Verstädterung und wirtschaftliche Entwicklung lassen die Nachfrage nach Trinkwasser in städtischen Gebieten weiter steigen. Gleichzeitig wirken sich der Klimawandel und die Umweltverschmutzung negativ auf die Verfügbarkeit von Wasserressourcen aus. In Europa dienen 20 % des aus Gewässern entnommenen Süßwassers der öffentlichen Wasserversorgung, d. h. es wird an Haushalte, Unternehmen, Hotels, Schulen und Krankenhäuser geliefert. Die Wasserversorgungsunternehmen stehen vor der Herausforderung, eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen, z. B. Bevölkerung, Haushaltsgrößen, Topografie, Verbrauchsmuster, wirtschaftliche Nachfrage, chemische Wasserzusammensetzung, klimatische Bedingungen und logistische Faktoren.

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